Eine der wenigen Möglichkeiten, die Igel zu schützen bzw. die Anzahl der Igel als Verkehrsopfer zu verringern liegt bei uns Autofahrern und Fahrerinnen! Danke für Ihre Hilfe!

Gefahr Strassenverkehr

Längst haben sich Igel an den Lebensraum des Menschen angepasst und sind oft in unserer Umgebung anzutreffen. Sie suchen Nahrung, verkriechen sich in Unterschlüpfe und ziehen ihre Jungen gross. Jeder Igel hat sein eigenes Streifgebiet, das sich mit dem anderer Igel überschneiden kann. Die Fläche der monatlich durchquerten Streifgebiete schwankt zwischen 8 Hektaren für Weibchen und 20 Hektaren für Männchen. Während der Paarungszeit suchen die Igelmännchen sogar in grösseren Gebieten nach Partnerinnen. Dabei beweisen die stacheligen Insektenfresser ein erstaunliches Raumgedächtnis: Sie erinnern sich an Durchschlüpfe in Zäunen, gute Futterstellen und geschützte Schlafplätze. Und praktisch überall zerschneiden Strassen ihren Lebensraum. Besonders zur Zeit der Paarung legen Igelmännchen weite Strecken zurück – über 3 Kilometer pro Nacht – und passieren dabei zahlreiche Strassen. Dementsprechend gibt es mehr männliche Igel, die Opfer des Strassenverkehrs werden. Gemäss einer Studie in Zürich zwischen 1998 und 2016 verringerte sich die Anzahl der Igel um 33%.

Unterwegs auf gefahrvollen Pfaden

Viele Wildtiere, so auch die Rehe, treten in der Abenddämmerung auf die Strasse. Dies ist für die Tiere gefährlich, da zu dieser Zeit der Verkehr unaufhaltsam rollt. Igel sind ebenfalls häufig kurz nach dem Eindunkeln und bei Tagesanbruch auf der Fahrbahn anzutreffen. Das hängt wohl damit zusammen, dass sie von ihrem Schlafnest zu einem geeigneten Futterplatz gelangen müssen und umgekehrt. Doch auch die ganze Nacht hindurch queren die Stacheltiere auf ihren Streifzügen Strassen. Beobachtungen zeigen auf, dass sich die Igel vor herannahenden Autos nicht einkugeln wie bei anderen Gefahren – sie zögern einen kurzen Moment, was wahrscheinlich der Orientierung dient, und flüchten dann vor dem Fahrzeug. Leider reicht diese kurze Verzögerung meist schon aus, nicht mehr ausweichen zu können.

Eine der wenigen Möglichkeiten, die Igel zu schützen bzw. die Anzahl der Igel als Verkehrsopfer zu verringern liegt bei uns Autofahrern und Fahrerinnen! Danke für Ihre Hilfe!

Tierschutzverein Steckborn und Umgebung

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